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Kategorie: HTML5, WebGL & Co

Vor einigen Tage veröffentlichte die Khronos Group den Standard für hardwarebeschleunigte 3D-Grafik im BrowserWebGL 1.0!

Man sollte jedoch darauf hinweisen, dass zwar Opera, Mozilla, Apple und Google diesen Standard unterstützen, Microsoft hingegen ist da außen vor. Naja, der Internet Explorer scheint die Konkurrenz nicht mehr wirklich anzunehmen. Wer nutzt denn schon noch den Internet Explorer? Naja, laut Statistik noch so einige, aber wohl auch nur so lange, bis sie Chrome oder Firefox für sich entdecken.

Wie auch immer, es ist also bald möglich im Browser eine annehmbare 3D-Grafik darzustellen – ohne Plugins! So werden alle Benutzer der teilnehmenden Browser die erstellten Umgebungen sehen können ohne sich ein Zusatzprogramm zu installieren. WebGL definiert dazu Javascript-Bindings für OpenGL ES 2.0

Desweiteren will man mit einem weiteren neuen Standard – “WebCL” – Javascript-Bindings für OpenCL entwickeln, so dass Webapplikationen künftig auf die Rechenleistung von GPUs zugreifen können. WebCL soll genauso wie OpenCL eine einheitliche Schnittstelle zum Zugriff auf CPU und GPU bieten. Das Ziel von WebCL ist die Bild- und Videobearbeitung im Browser zu beschleunigen und komplexe Physikengines für 3D-Browserspiele umzusetzen.

Kataspace, eine neue 3D-Welt, möchte das Internet erobern. Anders als bei Second Life oder vielen anderen virtuellen Welten, ist hier kein Download notwendig. Kein Extra-Client also. Kataspace hat ein quelloffenes Framework, welches virtuelle 3D-Welten ganz ohne Plug-ins in den Browser bringt. Hier kommen dann Webstandards wie HTML5 oder auch WebGL zum Einsatz.

Damit will Kataspace beweisen, dass mit den neuen Technologien die Zukunft von MMOs (Massive-Multiplayer-Onlinegames) ganz einfach revolutioniert werden kann. Bis es aber zu einem öffentlichen Start kommt, wird noch einige Zeit vergehen, denn erst Browser der neuen Generation, die die geforderten Webstandards auch umsetzen können, werden Kataspace Leben einhauchen können. Das umfasst beispielsweise HTML5-WebSockets, die für den bidirektionalen Datenaustausch zwischen Browser und einem Server, der die virtuelle Welt hostet, erforderlich sind. Diese Technologie wird bisher nur von WebKit-Browsern (Chrome und Safari) unterstützt, wenngleich Firefox 4 und Opera 11 nachziehen werden. Für die Darstellung von 3D-Inhalten wiederum setzt KataSpace auf den Grafikstandard WebGL, den außer Microsoft alle wichtigen Browserhersteller unterstützen. Allerdings ist die Lösung bislang nur in Entwickler- oder Vorabversionen der nächsten Browser-Generation umgesetzt. Das Projekt setzt auf die ebenfalls quelloffene Plattform Sirikata http://www.sirikata.com zum erstellen virtueller Umgebungen auf. Als Frontend dazu ermöglicht KataSpace einen Zugriff auf Multiuser-3D-Umgebungen direkt aus dem Webbrowser heraus.

Eine KataSpace-Demo http://kataspace.sirikata.com funktioniert nicht in den “normalen” Browsern. Neugierige, die einen Blick in die Zukunft der 3D-Welten werfen wollen, sollten die aktuellsten Firefox-4-Beta Versionen für Linux, Mac oder Windows nutzen.

Kataspace ermöglicht also in Zukunft allen Benutzern mit einem geeignete Browser quasi von überall auf der Welt auf die virtuelle Welt zuzugreifen. Probleme gibt es derzeit wohl noch mit dem Rendering der virtuellen Avatare unter Windows.

Auch der Web3D-Blog.com fällt in ein kleines Sommerloch, nichtsdestotrotz gibt es hier noch ein paar Informationen die sich in den letzten Wochen so angesammelt haben.

Peter Strohm hat aktuelle und ältere WebGL Frameworks tabellarisch mit einer kurzen Erklärung zusammengefasst und aufgelistet. Sollte man also unbedingt mal vorbeischauen, wenn man sich mit WebGL beschäftigt.

Golem.de berichtet unter anderem darüber, dass Flash bald auch 3D-Visualisierungen im Flash-Player integriert. Auch das Stichwort Augmented Reality spielt dabei eine größerre Rolle. Nähere Details ausser dass Spiele und Anwendungen damit im Flash-Player ausgeführt werden können soll es aber erst im Oktober 2010 auf einer Tagung von Adobe geben. Außerdem wird im Beitrag ersichtlich, dass Adobe wohl eine WebGL Alternative plant, welche Hardware beschleunigte Grafik direkt im Browser erlaubt.

Mehr oder weniger durch Zufall entdeckte ich heute eine sehr spannende Sache. Es handelt sich dabei um eine virtuelle Welt auf Basis von WebGL. Dieser Web3D-Chat nennt sich Twitlife. In dieser kleinen, virtuellen Welt kann man mit Twitter-Bekannten und Freunden chatten sowie auch Bilder per Drag and Drop auf Flächen darstellen lassen. Der Name lässt schon erahnen, auf welches Zugpferd man dabei gesetzt hat: Twitter.

Der Login ist nur mit einem bereits vorhandenen Twitter Account möglich. Gestaltungs-technisch lässt der 3D-Chat noch zu wünschen übrig, aber das sollte nicht die größte Hürde für Twitlife sein um die Herzen neuer Fans zu gewinnen. Wenn ich mich nun etwas weiter aus dem Fenster lehne, so würde ich dem Projekt gute bis sehr gute Chancen auf Erfolg bescheinigen. So kann man diesen Dienst im Moment zwar nur mit einem WebGL-fähigen Browser wie z.B. Google Chrome 5.0 benutzen, doch wenn WebGL in allen Browsern standardmäßig integriert wurde, so wird die kleine virtuelle Welt, wo man sich mit seinen Twitter-Freunden treffen kann, bestimmt den Durchbruch schaffen. Eine Webseite, die auf Englisch oder sogar anderen Sprachen zu bedienen ist, wird wahrscheinlich nicht lange auf sich warten lassen. Leider ist mein Japanisch (oder was auch immer das für Hieroglyphen sind ;-) ) sehr begrenzt, so dass ich leider nicht viel mehr erzählen kann.

Ich bin gespannt wie sich dieser Service entwickelt und werde es im Auge behalten.

Google startet einen Marktplatz für HTML5 Applikationen, sogenannten Apps. Das Kind hat auch schon einen Namen: Chrome Web Store. Im Laufe des Jahres soll der Marktplatz für HTML5 Anwendungen dann auf https://chrome.google.com/webstore veröffentlicht werden.

Geplant ist auch ein Bezahlsystem, welches Entwicklern die Möglichkeit geben soll, die eigens programmierten Apps gegen Bezahlung zu verkaufen. Im Google Web Store werden aber nicht nur HTML5 Anwendungen zu erwerben sein, sondern generell Internetapplikationen. Dabei sollen Benutzer die Möglichkeit haben die eingestellen Produkte zu bewerten und Testberichte zu verfassen.

Eine Besonderheit wird dann wohl auch sein, dass man auch Inhalte in den Google Web Store einstellen kann. Also nicht nur reine Applikationen, sondern auch Magazine / Zeitschriften / (E-Books?) in einer HTML5-Version. Wenn der Google Web Store im Laufe des Jahres online geht, soll der Marktplatz auch direkt in Google Chrome integriert werden.

Google hat bekannt gegeben, dass das Projekt “O3D API” eingestellt wird. Grund hierfür ist die Fokussierung auf neue Standards, wie WebGL und O3D auf JavaScript-Basis. WebGL ist auf dem besten Wegen neuer Standard zu werden.

Das O3D-Plugin wurde für fast alle Browser und Betriebssystemen angeboten, wobei die Technik zwar nicht ganz ausgereift war, aber sich dennoch sehen lassen konnte. Heute kündigte Google nun an, dass man das O3D Plugin nicht weiter entwickeln würde. Zumindest nicht so wie es bisher geplant war. Man möchte sich mehr auf WebGL (eine Programmierschnittstelle im Zusammenspiel mit Javascript) konzentrieren. Das heisst, dass es bald eine Javascript-Bibliothek geben soll in welcher die O3D-Technik integriert werden soll.

Auf der Google O3D-Webseite kann man sich Demos mit WebGL-fähigen Browsern anschauen.

Weiterführende Links:

Google’s O3D Webseite

WebGL-fähige Browser: Firefox | Safari (WebGL nur mit MAC) | Chrome (Anmeldung / Developer)

Diskussionsgruppen O3D