Heute enthüllte Linden Lab ihr als bisher unter dem Codenamen “Nebraska” laufendes Projekt. Das Kind trägt den Namen “SL Enterprise”. Und ich muss ehrlich sagen (nungut… ohne zu wissen was es kostet EDIT: 55 000 US Dollar ) dass es sich doch sehr gelungen anhört. Firmen, die vorhaben ihr Unternehmen in einer virtuellen Umgebung konferieren zu lassen werden die Neuigkeiten freuen.
Was ist nun eigentlich SL Enterprise genau? Im Grunde handelt es sich um ein Gesamtpaket. Man bekommt 8 Sims (Simulatoren), die auf einem (oder mehreren) abgeschirmten Server laufen. Diese lassen sich über eine Web-Oberfläche steuern. Also man kann z.B. seine Mitarbeiter verwalten, die Benutzerdaten. Auch werden sämtliche Tools, die ein komplettes Sim-Management möglich machen über eine Web-Oberfläche vorhanden sein. Neustarts und die bekannten Estate-Optionen lassen sich sich einfach und schnell ändern. Zusätzlich kann man jederzeit ein Backup machen oder eine Wiederherstellung der Systeme einleiten.
Die Sims sind aber etwas anders, denn da es ein abgeschirmter, ein von einer Firewall geschützter Server ist, dürfen sich die Mitarbeiter SL-unabhängige Vor- und Nachnamen aussuchen. Alle in Second Life bekannten Funktionen sind ebenfalls enthalten, es können also auf einfachste Art und Weise Objekte erstellt und mit LSL programmiert werden. Das gerade für Firmen wichtige Feature “Voice” ist natürlich genauso dabei wie die übliche Kommunkationsweise über IM oder Gruppenchat.
Im Auslieferungszustand hat SL Enterprise 8 Regionen (Sims), kann aber auf bis zu 25 Regionen aufgerüstet werden. Auf diese 8 bis 25 Regionen passen dann insgesamt 800 Avatare, also sozusagen Mitarbeiter. Firmen wie IBM, Intel, Case Western Reserve, New Media Consortium, DefenseWeb Technologies, Northrop Grumman, the Naval Undersea Warfare Center und viele andere testeten schon die Arbeitsumgebung und werden Second Life auch weiterhin “treu bleiben”.
Nachdem die Webseite SL Work ins Leben gerufen wurde nun also SL Enterprise. Mal schauen welche Welle das bei Firmen so mit sich reißt, man darf gespannt sein ob die Erwartungen erfüllt werden. Wenn jemand noch Bilder von den Benutzeroberflächen oder der vorgefertigten Avatare sehen will, der schaut sich hier und hier die Flickr-Alben an
P.S.: Mit einer weiteren “Attraktion”, die heute zeitgleich ins Leben gerufen wurde, wird es ab Anfang 2010 wohl auch möglich sein, Inhalte aus dem offiziellen Second Life nach SL Enterprise zu transferieren! Aber keine Angst, das hat nichts mit einem CopyBot (Ein Kopierprogramm um Second Life Objekte – auch illegal – in andere Umgebungen zu transferieren) zu tun, denn man muss als Verkäufer seine ausdrückliche Zustimmung geben, dass diese in SL-Externen Umgebungen verwendet werden dürfen. Wo und wie das passieren soll? Im SL WORK Marketplace, das XStreet für Firmen quasi. Ein weiteres Geschäftsfeld (für alle Ersteller!) eröffnet sich. Mehr darüber demnächst hier im Blog!





Kommentare