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Tag: linden lab

Diesmal ist zwar kein Mitarbeiter entlassen worden, aber dennoch wird bei Linden Lab weiterhin abgebaut. Avatars United, eine Facebook-ähnliche Plattform für Avatare aller möglichen virtuellen Welten, wird wohl noch im September die Türen schliessen.

Alle Second Life Mitglieder (oder die, die bei Avatars United angemeldet sind?) haben gestern dazu eine Email erhalten. Es ist also schon eine beschlossene Sache und keine Überlegung. Nun, einige werden die sozial Plattform sicher vermissen, die meisten aber wohl kaum, da sie Avatars United kaum bis niemals so richtig genutzt haben. Liest man sich in Foren durch, so merkt man, dass es viele nur als “kostenlose Werbung” für ihr SL-Unternehmen genutzt haben.

Relativ schade ist es allerdings für viele Avatare aus anderen virtuellen Welten, die Avatars United schon – lange bevor Linden Lab es Anfang des Jahres aufgekauft hat – genutzt haben. Nun ist das Projekt total abgebrannt und die SL-fernen Avatare haben keinen Treffpunkt mehr. Alternativen sind wohl Avatare-Online.de (deutschsprachig) und avameet.com (international).

Ich persönlich bin in Second Life nicht mehr aktiv und kann nur den Eindruck wiedergeben, den ich über die Jahre gewonnen habe: SL schleicht sich langsam aber sicher dem Niedergang entgegen, wenn die Preise nicht drastisch fallen oder die Firma mit einer großen Überraschung (vll. einer Kooperation mit einem großen Netzwerk?) aufwarten würde. Nur wäre das auch wiederum für viele Business-Inhaber in Second Life der Tot. Eine Zwickmühle. In der letzten Zeit in der ich noch online war, kannte ich fast nur noch “Geschäftspartner” und mit den “anderen” war nur ganz selten mal ein normales Gespräch möglich. Das hört sich böse an, es ist aber leider so. Im Grunde ist SL nichts anderes eine große Single-Börse in der sich zuviele Paare herumtreiben, die sich dann böse belügen und betrügen. Ein paar Business-Inhaber gestalten dafür die nötige Umgebung und fertig ist die Kontaktbörse. Die einzige Ausnahme in meinen Augen stellt die Bildungssparte dar. Einer der wenigen sinnvollen Leistungen, die man in SL genießen kann. Linden Lab scheint das schon vorher gewusst zu haben und direkt auf Firmen und Bildung abgezielt (SL Enterprise), als alle anderen noch herumgeschrien haben sie würden vernachlässigt…

Eine sicherlich kleine Hiobsbotschaft gab es für mich nach dem Urlaub. Die Arbeit am AjaxLife Viewer, einem browserbasierten Second Life Clienten, wurde während meiner Urlaubszeit eingestellt. Linden Lab meldete sich bei der Programmiererin und gab ihr wohl zu verstehen, dass der öffentliche Betrieb solch eines Viewers nicht erwünscht sei. Schade.

Mehr dazu gibt es auf Virtual-World.Info

Nach der großen Entlassungswelle bei der Betreiberfirma von Second Life, Linden Lab, tritt nun auch der Chef zurück. Mark Kingdon wird nicht weiter den Vorsitz übernehmen. Stattdessen gibt es einen alten/neuen Chef, Gründer Philip Rosedale übernimmt vorerst das Ruder bei Linden Lab.

Mark Kingdon trat die Nachfolge von Philip Rosedale gerade einmal vor 2 Jahren an und krempelte die ganze Firma um. Anfangs wurde noch mehr darauf geachtet die Firmen in virtuelle Welten zu holen, was ihm mit Second Life Enterprise auch gelungen zu sein scheint. Die Stabilität sollte mit dem neuen Viewer 2.0 deutlich besser werden, lehnen die Benutzer diesen aber so gut wie alle ab. Geschätzte 80% nutzen Clienten von Dritten. Allen voran den Emerald Viewer. Das Web2.0 wurde zwar mit dem Viewer in das Web3D geholt, jedoch braucht man dazu nicht nur eine gute Internetanbindung, sondern für die meisten Funktionen auch einen High-End-PC. Viele Internetbenutzer haben häufig nicht beides, weswegen wohl auch viele Inworld-Unternehmer über einen Rückgang ihrer Umsätze klagen, da sich in Bezug zur Stabilität Second Life’s nichts getan hat und viele langsam aber sicher genug von den mittlerweile mehrjährigen Problemen haben.

Als die letzten Amtshandlungen von Mark Kingdon gehen nun leider die Massenentlassungen Linden Labs ein.  Ca. 30% der Mitarbeiter mussten oder werden in naher Zukunft auch noch ihren Hut nehmen. Philip Rosedale will Second Life wieder auf Vordermann bringen und dabei wohl einen geeigneten Nachfolger finden, der Second Life weiter vernetzt. Geplant sind vor allem Anbindungen an soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co., die derzeit sehr beliebt sind. Nicht zuletzt deswegen, weil sie einfacher zu bedienen sind und keine hohen Rechneleistungen oder schnelle Internetverbindungen erfordern.

Wir dürfen – mal wieder – gespannt sein, was nun kommt. Hoffentlich nicht wieder alles im Schneckentempo.

Linden Lab, Betreiberfirma von Second Life, wird ab dem 10. Juni alle aktiven Artikel aller Benutzer des Shoppingportals für virtuelle Güter, XStreetSL, zu dem neuen Marktplatz “SL Marketplace” transferieren. Dabei werden nur aktiv gelistete Produkte übernommen.

Wer also noch inaktive Artikel bei XStreetSL eingestellt hat, und diese im neuen Marktplatz von Second Life zur Hand haben möchte, der sollte diese Artikel vor dem 10. Juni aktivieren.

Zum englischsprachigen Original-Posting im Linden Lab-Blog

Wenn es nach dem offiziellen Blogeintrag von T Linden ( Tom Hale ) bei Linden Lab geht, dann bekommen die Residents in Second Life noch im 2. Quartal 2010 eine neue Physik-Engine. Havok 7 soll dafür sorgen, dass sich Objekte noch realistischer in der virtuellen Welt verhalten. Könnte in jeglicher Hinsicht eine enorme Verbesserung sein, doch gerade weil man dann objekt-technische Experimente in einer 3D-Umgebung durchführen könnte, dürfte das doch noch die eine oder andere Firma für wissentschaftliche Experimente mit ihrer Präsenz nach Second Life locken.

Außerdem soll im 2. Quartal 2010 auch noch die Möglichkeit von sogenannten Mesh-Importen gegeben sein. Mesh-Importe, das sind Polygonnetze, die in professionellen Programmen wie Cinema 4D, Maya oder 3D Studio Max kreiert werden und ein dreidimensionales Grundgerüst bilden. Eigentlich also nur eine erweiterte Form von Sculpted Prims oder die erleichterte Funktion der Übernahme von Objekten aus eben diesen Programmen, die Mesh-Importe unterstützen.

Linden_Lab-Mark_Kingdon_CebitDer eine oder andere fährt von euch vielleicht zu CeBit nach Hannover. Ich war fast jedes Jahr seit 1998 da, allerdings muss man auch sagen, dass es immer unaufgeregter wurde von Jahr zu Jahr. Trotz alledem erzählt man sich in Fachkreisen von einer Auferstehung der Cebit, ja geradezu soll die Cebit bald wieder total IN sein. Wie auch immer, dieses Jahr dürfte es vor allem für Second Life Fans ganz interessant werden, denn Linden Labs CEO, Mark Kingdon wird in diesem Jahr eine Präsentation vorführen, die vor allem Firmen ansprechen soll und beinhaltet die Themen, Kollaboration,Kommunikation und Vernetzung mittels Second Life bzw. virtueller Welten.

So heisst es auf innovations-report.de:

“Mark Kingdon, CEO bei Linden Lab, zeigt in seiner Präsentation “The Ultimate Immersive Experience – Using Virtual Worlds to Connect, Communicate and Collaborate”, wie heutzutage Privatpersonen und Unternehmen virtuelle Welten wie Second Life für die Zusammenarbeit mit Partnern, die Umsetzung von kreativen Produktideen oder den Aufbau von Geschäftskontakten nutzen.”

Der Vortrag findet am Freitag, den 5. März von 11:00Uhr bis 11:30Uhr im Convention Center (CC), Saal 2 statt. Alle die eine Eintrittskarte zur Cebit haben können an diesem Vortrag teilnehmen und hören, was Mark Kingdon zu sagen hat. Eine Anmeldung wäre aber wohl von Vorteil, aus Erfahrung sage ich, man sollte es so früh wie möglich machen. Einen kleinen Vorgeschmack gibt er schonmal auf der Cebit Seite, wo er schonmal “Guten Tach” sagt ;-) hier der Link: http://www.cebit.de/cgc_video?usertyp=1&highlight=%22Mark+Kingdon%22 Es ist das 4. Video von oben, indem er seine Grußbotschaft los wird – natürlich als Avatar.

Kleiner Nachtrag: “Second Life geht es bessser denn je”: http://www.cebit.de/77228?usertyp=1&highlight=%22Mark+Kingdon%22