Nach der großen Entlassungswelle bei der Betreiberfirma von Second Life, Linden Lab, tritt nun auch der Chef zurück. Mark Kingdon wird nicht weiter den Vorsitz übernehmen. Stattdessen gibt es einen alten/neuen Chef, Gründer Philip Rosedale übernimmt vorerst das Ruder bei Linden Lab.

Mark Kingdon trat die Nachfolge von Philip Rosedale gerade einmal vor 2 Jahren an und krempelte die ganze Firma um. Anfangs wurde noch mehr darauf geachtet die Firmen in virtuelle Welten zu holen, was ihm mit Second Life Enterprise auch gelungen zu sein scheint. Die Stabilität sollte mit dem neuen Viewer 2.0 deutlich besser werden, lehnen die Benutzer diesen aber so gut wie alle ab. Geschätzte 80% nutzen Clienten von Dritten. Allen voran den Emerald Viewer. Das Web2.0 wurde zwar mit dem Viewer in das Web3D geholt, jedoch braucht man dazu nicht nur eine gute Internetanbindung, sondern für die meisten Funktionen auch einen High-End-PC. Viele Internetbenutzer haben häufig nicht beides, weswegen wohl auch viele Inworld-Unternehmer über einen Rückgang ihrer Umsätze klagen, da sich in Bezug zur Stabilität Second Life’s nichts getan hat und viele langsam aber sicher genug von den mittlerweile mehrjährigen Problemen haben.

Als die letzten Amtshandlungen von Mark Kingdon gehen nun leider die Massenentlassungen Linden Labs ein.  Ca. 30% der Mitarbeiter mussten oder werden in naher Zukunft auch noch ihren Hut nehmen. Philip Rosedale will Second Life wieder auf Vordermann bringen und dabei wohl einen geeigneten Nachfolger finden, der Second Life weiter vernetzt. Geplant sind vor allem Anbindungen an soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co., die derzeit sehr beliebt sind. Nicht zuletzt deswegen, weil sie einfacher zu bedienen sind und keine hohen Rechneleistungen oder schnelle Internetverbindungen erfordern.

Wir dürfen – mal wieder – gespannt sein, was nun kommt. Hoffentlich nicht wieder alles im Schneckentempo.