Web3D – Was ist das eigentlich?
Eigentlich wäre das Wort Web3D schnell erklärt, so findet man unter anderem bei Wikipedia den ziemlich treffenden Satz:
Der Begriff Web3D umfasst sämtliche Technologien, die dreidimensionale Computergrafik bei WWW-Anwendungen einsetzen.
Also alles was es so an Anwendungen im Internet gibt, welche dreidimensional dargestellt werden, sind sozusagen schon Web3D. Alle 3D-Onlinespiele sind Web3D. Auch eine virtuelle Produktdarstellung auf einer Verkaufsseite eines Onlineshops ist Web3D. Vor allem aber stellt das Wort Web3D folgendes dar: Eine Weiterentwicklung des Internets das wir heute kennen. Web 2.0 war toll? Web3D wird toller!
Hauptsächlich nimmt der Laie das Wort “Web3D” in den Mund wenn es sich um vernetzte 3D-Anwendungen handelt. Aber was heisst schon “vernetzt”? Sagen wir einfach mal wenn diese Anwendungen über die Telefon, DSL oder Kabelleitung mit anderen Benutzern verbunden werden und kommunzieren können.
Bestes Beispiel ist hierfür wohl Second Life. Man läd sich einen Client ( auch Viewer genannt ) herunter auf seinem PC und betritt die virtuelle Online Welt mit dieser Software ohne einen Browser zu öffnen. Ein Browser ist in dem Clienten schon integriert, man kann also mit diesem Clienten auch im “flachen” 2D-Internet surfen. Da man in Second Life einen Avatar, also einen virtuellen Stellvertreter, steuert, kann man auch quasi gemeinsam mit anderen Avataren Webseiten, YouTube Videos, Flash Games, Live Streams und vieles andere gleichzeitig teilen, bearbeiten und anschauen.
Viele andere Leute sehen den Begriff Web3D aber eher im Internet wie es die meisten Leute auf dieser Welt kennen. Im Browser. Also alle 3D-Anwendungen die in einem Browser ausführbar sind. Momentan lässt sich schwer sagen, wann sich diese Art von Web3D durchsetzt, mit Applikationen wie HTML5, WebGL oder auch Shockwave 3D gibt es aber schon mehrere Möglichkeiten 3D-Anwendungen in einem Browser darzustellen.
Wann das Web3D seinen Durchbruch feiert ist noch nicht absehbar, sicher ist aber, dass wenn die neuen Browsergenerationen auf dem Markt kommen wo HTML5, WebGL usw. keine Fremdwörter mehr sind und viele Menschen ohne Extra-Plugins diese 3D-Darstellungen in ihrem Browser entdecken können, wird es auch eine erhöhte Nachfrage geben. Höhere Nachfrage = Mehr Angebote. In Folge dessen wird die Entwicklung noch schneller vonstatten gehen als manche derzeit glauben. Ob dann nun Second Life in einem Browser “spielbar” sein wird oder sich andere Technologien durchsetzen werden wir sehen. Das Web3D ist schon da, aber eben nur an einigen Ecken des Internet.





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